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    Corona-Pandemie: Hygieneschutz

     

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Ausflug nach Veitshöchheim und Würzburg 08/17

von Kurt O. Wörl (E-Mail: webbuero [at] vpp-nuernberg.de)

Unser Ausflug im August d.J. führte uns diesmal ins beschauliche Veitshöchheim am Main und anschließend mit einem Personenschiff flussaufwärts nach Würzburg. Früh schon mussten die Teilnehmer an den Zustiegshaltestellen für die Busfahrt bereitstehen. Um 08:15 Uhr stiegen die letzten, auch wir, zu. Auf ging’s, ins fränkische Mekka der Fastnacht, nach Veitshöchheim.

Mainfrankensäle Veitshöchheim

Nichtfranken wird der Ort vor allem aufgrund der alljährlichen Fernsehübertragung vom Höhepunkt des fränkischen Faschings ein Begriff sein, der beliebten  Übertragung der „Fastnacht in Franken„,  aus den Mainfrankensälen der Stadt. Und das war auch unser erstes Ziel. Eine kompetente Führung führte uns in den Tempel fränkischer Fröhlichkeit und … erzeugte zunächst bei vielen unserer Ausflügler Ernüchterung. Warum?

Die meisten kennen die Lokalität wohl nur aus dem Fernsehen und hatten einen recht barocken Festsaal erwartet, wie er uns alljährlich vom Bayerischen Fernsehen in unsere Wohnzimmer geliefert wird:

Aufnahme „Fastnacht in Franken“ Mainfrankensäle

Doch die Realität sieht ganz anders aus, sehr viel nüchterner – und zwar so:

Mainfrankensäle außerhalb der fünften Jahreszeit.

Alljährlich wird für das fröhlichen Fernseh-Event der Saal erst in ein zauberhaftes, buntes Outfit umgestaltet. Drei Wochen dauern die Vorbereitungsarbeiten, erklärte unsere kundige Führerin – und noch einmal 11/2 Wochen dauert dann auch wieder der Abbau. Das hätten sich viele unserer Mitreisenden nicht so vorgestellt. Außerdem hatten viele den Saal sehr viel größer erwartet. Doch die modernen Breitbildfernseher, mit ihrer Weitwinkeltechnik, trügen eben manchmal auch.

Jedenfalls war man überrascht, welcher Aufwand doch für die fränkische Art des Frohsinns betrieben wird, der auch immer wieder von einem fröhlich-witzigen Politiker-Derblecken begleitet wird, das sich hinter dem Münchener Starkbieranstich auf dem Nockherberg nicht verstecken muss.

Ein vergleichsweise kleiner Saal für ein alljährlich großes Ereignis.

Zumindest in den Fluren der Mainfrankensäle ist die fränkische Fastnacht auch ganzjährige präsent:

Veitshöchheim kann sich glücklich schätzen, ein so modernes und harmonisch gestaltetes Veranstaltungsgebäude für kulturelle und andere Zwecke Sein nennen zu können:

Auch wenn unsere barocken Erwartungen von den Mainfrankensälen nicht erfüllt wurden, ganz ohne Eindrücke der üppigen Zeitepoche mussten wir nicht wieder nach Hause fahren. Im Anschluss an die Führung hatten wir nämlich Zeit für einen Spaziergang durch Veitshöchheim, mit seinen vielen, wunderbar pittoresken Gassen, deren Häuser teilweise herrlich blumengeschmückt daherkommen.

Und der Spaziergang endete bei der Entschädigung für die doch eher nüchternen Eindrücke des o.e. Festsaals, beim

Schloss Veitshöchheim

Das aus dem 17. Jahrhundert stammende Schloss Veitshöchheim ist die ehemalige Sommerresidenz der Fürstbischöfe von Würzburg. Es ist ein Rokoko-Bau aber mit vielen Elementen noch aus barocker Zeit, vor allem die Fußböden im Inneren. Seine heutige Gestalt erhielt das Bauwerk in der Mitte des 18. Jahrhunderts von Balthasar Neumann.

Schloss Veitshöchheim

Umgeben ist das Schloss von einem Schlossgarten, genauer dem Rokokogarten, mit üppiger Blumenpracht, ein Eldorado auch für Honigbienen, wie man beobachten konnte:

Gleich neben dem Schloss befindet sich die Touristengaststätte „Ratskeller Veitshöchheim“ mit schönem Biergarten, in dem wir uns nach unserer kleinen Sightseeing-Runde plangemäß zum Mittagessen niederließen. Geschmeckt hat es offenbar den meisten und bis auf einen etwas wenig sensiblen Kellner waren die anderen Servicekräfte überaus flott, nett und hilfsbereit. Die Leistung der Küche und der Bedienungen war enorm, denn außer uns war noch eine Busgesellschaft zeitgleich eingetroffen.

Wir waren angehalten, uns pünktlich um 14:30 Uhr an der Anlegestelle der Personenschifffahrt, am Main, einzufinden und das klappte auch wunderbar. – Und wir wurden erneut überrascht. Veitshöchheim hat entlang des Mains eine herrliche Promenade mit vielen gastronomischen Betrieben, parkähnlichen Anlagen und jeder Menge Ruhebänke. Scheinbar war der Autor dieser Zeilen davon so begeistert, dass er es glatt versäumte, die Promenade auch im Lichtbild festzuhalten. Schade!

Auf geht’s nach Würzburg

Mit dem Flussschiff ging es nun flussaufwärts, dem Main entlang, nach Würzburg. Zugegeben, die Fahrt ist nicht durchgehend ein einziger Augenschmaus. Der Main wird sehr intensiv auch von der gewerblichen Frachtschifffahrt genutzt. Vor allem südlich von Veitshöchheim sind deshalb sehr viele Gewerbebetriebe und die Landschaft verunstaltende Silo- und Speicheranlagen an beiden Mainufern abgesiedelt. Die stehen im krassen Gegensatz zu der wunderbaren Promenade Veitshöchheim. Erst auf etwa halbem Wege, wenn der Main die ersten Weinberge durchquert, wird es erträglich und gibt es auch einiges zum bestaunen.

Als erstes fiel rechterhand die Lauretiuskirche, ähnlich einer Basilika, von Zell am Main auf. Sie wurde zwar erst 1929 erbaut, ansehnlich ist sie trotzdem. In ihr kann man übrigens eine Pietà (Vesperbild), bestaunen, die von Tilman Riemenschneider im 16. Jhdt. gestaltet wurde.

Nur wenige Hundert Meter weiter entdeckt man ebenfalls rechterhand ein Gebäude, das mancher auf dem Schiff für einen historischen Bau aus der Römerzeit hielt. Doch weit gefehlt! Dabei handelt es sich „nur“ um die Maschinenhalle der Wasserversorgung von Zell am Main, erbaut um 1900.

Gebäude der Wasserwirtschaft müssen nicht hässlich sein.

Gleich danach kommt das barocke Kloster Oberzell. Vom Schiff auf dem Main aus kann man aber nur die wunderbaren Türme der Klosterkirche Stankt Michael bestaunen. Bewohnt wird es von den Oberzeller Franziskanerinnen und Teile des Klosters werden von der Montessori-Schule genutzt.

Türme von St. Michael, Kloster Oberzell

Würzburg

etwa 40 Minuten nach dem Einschiffen in Veitshöchheim kündete der Blick auf den „Alten Kranen“ das Ende unserer kleinen Flusskreuzfahrt an:

Begrüßt werden wir an der Anlegestelle linkerhand von dem Türme-Ensemble , des Würzburger Sankt Kiliansdoms, der grandiosen Marienkapelle und der Kuppel des Neumünsterstifts.

Rechterhand grüßt uns vom Hügel herab die Festung Marienberg und links daneben die spätbarocke Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, die der Volksmund aber nur das „Käppele“ nennt.

Wir sind am Ziel, Zeit also das Schifft zu verlassen. Wirklich Zeit für einen ausgedehnten Stadtrundgang hatten wir nicht mehr, aber das war vielleicht ganz gut so, denn bei einigen stellte sich auch bereits der Hunger auf das Abendbrot ein. Unser Busfahrer erwartete unser Eintreffen bereits nahe der Anlegestelle und brachte uns dorthin, wo wir das Knurren im Magen abstellen konnten, ins Restaurant „Bürgerspital-Weinstuben“. Wegen der Milde des Tages konnten wir es im wunderbaren Ambiente des Innenhofs einnehmen. So fand unser Ausflug einen wunderbaren und köstlichen kulinarischen Abschluss.

Pünktlich um 17:30 Uhr, hieß es, sollten wir wieder an der Haltestelle sein, damit uns unser Busfahrer wieder aufnehmen und nach Hause fahren möge. Die beste Ehefrau von allen und ich waren etwas früher dran, deshalb nutzten wir die Zeit, uns noch ein bisschen die Beine zu vertreten. Eine Gelegenheit, auch noch die barocke Residenz Würzburg mit dem Lichtfänger festzuhalten.

Residenz Würzburg

Man war sich einig, das war ein gelungener Ausflug mit vielen wunderbaren Eindrucken, die wir mit nach Hause nehmen konnten. Alles klappte wie am Schnürchen und wie geplant, punkt 20:00 Uhr, entließ uns unser Busfahrer wieder an einer der drei Zustiegshaltestellen in Nürnberg. In Summa: Ein schöner Tag!

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