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  • Wichtige Information:

    Liebe Mitglieder und Freunde,

    die Neuwahlen am 10.04.2024 mussten leider abgebrochen werden, da sich niemand zur Wahl zum 1. Vorsitzenden und weiterer Vorstandsposten stellte. 

    Anläufe mit vielversprechenden Nachfolgekandidaten scheiterten bisher. Wir benötigen dringend eine neue Vorstandschaft, um den weiteren Bestand der Vereinigung zu gewährleisten.

    Es wird am 9. Oktober 2024 eine außerordentliche Mitgliederversammlung geben, mit dem erneuten Versuch, eine Neuwahl durchzuführen. Gelingt auch dieser nicht, wäre die einzige Alternative, in derselben Versammlung satzungsgemäß den Beschluss zu fassen, die Vereinigung aufzulösen.

    Um dies zu vermeiden, appelliere ich an alle Mitglieder: Wenn Sie selbst sich interessieren oder geeignete Kandidaten kennen, zögern Sie nicht, diese oder mich anzusprechen. Meine Erreichbarkeit: gerhard [at] nvc.de.

    Ich hoffe, es gelingt!

    Mit den besten Grüßen

    Gerhard Danzl


Zu Gast: Neuer PP Adolf Blöchl

von Kurt O. Wörl

Als Referent zu Gast im Juli war Mittelfrankens neuer Polizeipräsident, Adolf Blöchl. Seinen Vortrag leitete er mit einer ausführlichen Vorstellung seiner Person und seines Werdegangs ein.

Im Anschluss erläuterte Blöchl die derzeitige Organisationsstruktur seiner Behörde, bevor er auf die Kriminalitätsentwicklung im Bereich des PP Mittelfranken einging. Die mittelfränkische Aufklärungsquote könne sich sehen lassen, sie habe 2022 bei 66,8% gelegen und damit deutlich über dem bayerischen Durchschnitt von 64,4%. Mittelfranken sei damit eine der sichersten Regionen in Deutschland. Zum Vergleich: die bundesweite Aufklärungsquote (Durchschnitt) lag 2022 bei 57,3%, jene in Berlin sogar nur bei 44,9%.

Eindringlich wies Blöchl auf neue, wie alte Betrugsmaschen hin, deren Opfer vor allem Senioren würden: so gäbe es von dem bekannten „Enkeltrick“ mit Schockanrufen inzwischen mehrere Variationen. Die Täter suchten in Telefonbüchern nach Vornamen, von welchen sie wüssten, dass diese seit Generationen kaum mehr vergeben werden. So erlangten die Täter eine gewisse Sicherheit, tatsächlich alte Menschen als Opfer bei ihren Anrufen zu erreichen.

Eine relativ neue Betrugsmasche habe ebenfalls bereits zahlreiche Betrugsopfer generiert: So erhalten Menschen z.B. per SMS oder WhatsApp Nachrichten, vermeintlich von ihren Kindern versandt, mit Inhalten wie:

„Hallo Mama, das hier ist meine neue Telefonnummer, mein altes Handy habe ich leider verloren.“

Oft würde die mitgeteilte Rufnummer dann ohne Rückfragen in die Kontakte übernommen. Später gehen dann Meldungen ein wie:

„Hallo Mama, wegen meines verlorenen Handys habe ich im Moment noch keinen Zugriff auf mein Bankkonto. Ich müsste aber dringend eine Rechnung begleichen. Könntest Du das bitte für mich erledigen? Ich überweise dir morgen, wenn ich auf der Bank war, das Geld sofort zurück.“

Wer hilft seinen Kindern nicht gerne über so ein Malheur hinweg und so erfolgt oft, ebenfalls ohne Rückfragen, dann eine Überweisung, manchmal sogar mehrmals. Erst wenn keine Rücküberweisung eingeht und Kinder wie betrogene Eltern direkt ins Gespräch kommen, fliegt der Betrug auf: Weder haben die Kinder ihr Handy verloren, noch gibt es eine neue Rufnummer, noch hatten sie um die Begleichung von Rechnungen gebeten.

Für diese im massiven Umfang betriebenen Betrugsmaschen war es erforderlich, im PP Mittelfranken ein eigenes Kriminalfachdezernat für Cyber-Kriminalität zu installieren.

Zum Schluss beantworte PP Blöchl noch Fragen der Zuhörer, etwa, ob bei Fahrradstreifen auch radfahrerfahrene Beamte eingesetzt würden, um Dienstunfälle zu vermeiden oder warum der Umbau des Dienstgebäudes am Jakobsplatz inzwischen schon über acht Jahre dauere und wann das Gebäude voraussichtlich wieder bezogen werden könne. Letzteres musste Blöchl beantworten mit der Vielzahl der zuständigen Stellen von der Planung, über die Genehmigung, Landtagsentscheidungen, Ausschreibungen, in Konkurs gegangenen Handwerksbetrieben. Man sei über die Dauer sehr unglücklich, vor allem, weil dadurch die Führungsebene seit acht Jahren von der Einsatzzentrale räumlich getrennt sei, was bei größeren Einsätzen stets aufwändige Improvisationsmaßnahmen erfordere. Man sei aber guter Dinge, dass Ende 2024, spätestens 2025 die Rückkehr des Präsidiums an den Jakobsplatz erfolgen könne.

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