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  • Liebe VPP-Mitglieder,

     

    Auch die Mai-Veranstaltungen müssen aufgrund der Auswirkungen der Corona-Krise entfallen. Ob die Monatsversammlung im Juni stattfinden kann ist ungewiss. Angestrebt wird, im Juli 2020 die Monatsversammlung durchzuführen. Bleiben Sie bis dahin gesund.

     

    Gerhard Danzl
    1. Vorsitzender


  • Urlaubsreise fällt aus

     

    Wegen zu geringer Anmeldungen, aber auch mit Blick auf die Corona-Pandemie musste die Urlaubsfahrt vom 16. bis 21.06.2020 leider abgesagt werden. Es wird evtl. im Juni einen Tagesausflug geben..

     

    Inge Kareth
    Reiseleiterin


Archäologie in und um Nürnberg – 06/19

Bericht von Kurt O. Wörl (E-Mail: kurt [at] woerl.eu)

Im Rahmen unserer Juni-Versammlung hörten wir einen interessanten Vortrag zum Thema „Archäologie in und um Nürnberg“. Unser Referent, John P. Zeitler, seines Zeichens Stadtarchäologe der Stadt Nürnberg, ließ die archäologischen Erkenntnisse aus Nürnberg und dem näheren Umland Revue passieren.

Für einige sicher interessant waren Herrn Zeitlers Hinweise, dass aus archäologischer Sicht die Geschichte der Stadt etwas anders aussieht, als die bislang offizielle Geschichtsschreibung sie darstellt. Man ging immer davon aus, dass Nürnberg als Stadt dem Bau der Nürnberger Burg folgte. Der Beginn des Baus werde demnach mit 1040 auf Initiative Heinrich III. vermutet. Das offizielle Geburtsjahr Nürnbergs wird mit 1050 angenommen, die Sigena-Urkunde und die Erwähnung eines Hoftages sprechen dafür. Der Siedlungsbeginn sollte rings um die Burg erfolgt sein, da man dort Handwerker brauchte und diese wiederum brauchten auch Bäcker, Metzger usw. Nach der Vermutung wäre Nürnberg vom Burgberg nach unten Richtung Pegnitztal gewachsen. Mit der Ansiedlung der Juden 1152 am Hauptmarkt hatte man einen ersten Hinweis auf eine Stadterweiterung. Kurz vor 1200 wäre es demnach zur Gründung der Lorenzer Stadtseite  gekommen. Das wäre dann der Übergang vom Hochmittelalter zum Spätmittelalter.

Der Haken an dieser bisherigen Geschichtsschreibung: „Archäologisch sieht die Stadtwerdung Nürnbergs doch etwas anders aus“, so der Referent. Denn es gäbe Grabungsfunde, die ins 10. Jahrhundert, also gut 100 Jahre vor der Ersterwähnung Nürnbergs, weisen. Insbesondere die Grabung auf dem IHK-Gelände brachte neue Erkenntnisse ans Licht. Slawische und fränkische Keramik-Scherben weisen zurück bis ins 9. Jahrhundert.

Wir lauschten einem hochinteressanten Vortrag, der im Anschluss in eine Fragerunde  für uns Zuhörer mündete. Wir bedankten uns mit Applaus und unser Vorsitzender, Gerhard Danzl, sich mit einem kleinen Präsent bei Herrn Zeitler für den kurzweiligen Abriss der archäologischen Geschichtsschreibung Nürnbergs.

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