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  • Liebe VPP-Mitglieder,

     

    Bitte achten Sie bei unseren Monatsversammlungen unbedingt auf die geltenden, bayerischen COVID-19-Hygieneschutzmaßnahmen, für deren Einhaltung sowohl der Gastronomie-Betreiber des Gesellschaftshauses, als auch die Vorstandschaft unserer Vereinigung verantwortlich sind. Bei Verstößen sind hohe Geldbußen vorgesehen.

     

    Wir haben die wichtigsten Vorgaben unter folgendem Link für Sie zusammengestellt (Stand: 15.10.2020):


    Corona-Pandemie: Hygieneschutz

     

    Gerhard Danzl
    1. Vorsitzender


Hexenglaube … 9/20

von Gerhard Danzl

Nach der Corona bedingten Unterbrechung hat der Vorstand auf vielfachen Wunsch beschlossen, die Monatsversammlungen wieder aufzunehmen. Unser Referent, Kriminalrat Detlev Hapke, hat vor Monaten zugesagt, im September seinen verschobenen Vortrag nachzuholen. Als ich ihn vergangene Woche mit Mail daran erinnert habe, teilte er mir mit, dass er am 01.09. aus dem Krankenhaus nach einer Operation entlassen worden sei, er aber selbstverständlich kommen werde. Seinen Worten war so viel Zuversicht, Glaube und Wille zu entnehmen, wieder gesund zu werden, was jeden Widerspruch erübrigte.

Zum Thema:

Hexenglaube, von Luther bis zum Populismus unserer Tage“
über Verhalten, das von Angst statt Glauben motiviert ist!

 

Unser Mitglied und Referent beleuchtete das Thema aus der Sicht der Kirche und der Herrschenden. Dabei zeigte er das Leben zur damaligen Zeit auf, in der sich dieser Hexenglaube entwickeln konnte. Hungersnöte, Kältewellen, Seuchen, Kriege (besonders der 30jährige Krieg) Missernten usw. taten ein Übriges dazu. Gerade in der Renaissancezeit (Wiedergeburt aus der Antike) erreichte die Hexenverfolgung, die stets mit Folter einher ging, ihren Höhepunkt. Im Heiligen Römischen Reich deutscher Nation vermutet man ca. 25.000 Hexenverbrennungen, in Nürnberg etwa 60, davon 11 Todesurteile. Es gab kirchliche und „kaiserliche“ Gerichte. Nicht jede Anklage als Hexe führte auch zum Todesurteil. So gab es Zunge abschneiden, Handabschneiden und ähnliches ebenfalls als Strafe. Interessant ist dabei, dass die „Hexen“ ihre Taten gestehen mussten. Am 04.04.1775 wurde in Kempten die letzte Hexe zum Tode verurteilt, das Urteil jedoch nie vollstreckt.

Zurück zum Menschen der damaligen Zeit: Immer wenn man etwas nicht verstanden hatte, suchte man nach Gründen – nach Schuldigen. Alleinlebende Frauen, die sich durch ihren Stand von der Gesellschaft ausgrenzten, eigneten sich in den Augen der Bevölkerung am besten. War die Hexe im Sinne der Anklage schuldig, musste sie nur noch gestehen – was durch Folter meist erreicht wurde.

Und heute: Zwischen 2001 und 2006 wurden in Indonesien rund 400 Menschen unter Hexereivorwürfen umgebracht.

Und die Medien trugen zur Romantisierung des Hexentums bei. Beispiele: Hänsel und Gretel, Sabrina – total verhext, verliebt in eine Hexe usw. Und auch der 1. Vorsitzende sagte zu seiner 3jährigen Enkelin liebevoll, „kleine Hexe“.

Ein ganz spannender Wiedereinstieg in unsere Monatsversammlungen.

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