Vortrag zur Sturzprävention

von Kurt O. Wörl

Einen interessanten Vortrag zum Thema „Sturzprävention für Senioren“ präsentierte uns bei unserer Monatsversammlung im Juli 2026 Dipl.-Sozialpädagogin und Krankenschwester Birgit Staib, Mitarbeiterin des Senioren-Servicebüros Nürnberg-Gartenstadt der AWO.

Wir erfuhren viel Nichtbewusstes und das auf recht unterhaltsame Weise. Frau Staib verstand es, uns mit ihrer kurzweiligen und auch amüsanten Vortragsweise auf die Sturzgefahren und -ursachen im Alter hinzuweisen und Empfehlungen zur Vermeidung von Stürzen nahe zu bringen. Eine der Gefahren ist z.B. wenn man zwei Sachen auf einmal versucht zu erledigen, also etwa den Wäschekorb die Treppe hinuntertragen und gleichzeitig das Enkelchen an einer Hand mitzuführen.

Was wir auch nicht wussten, ist, dass ein Mangel von Vitamin B 12 zu einem Missempfinden in den Füßen führen kann, was ebenfalls die Sturzwahrscheinlichkeit erhöht. Außerdem wurde wissenschaftlich empirisch festgestellt, dass auch die Einnahme von fünf oder gar mehr Medikamenten signifikant im Schnitt das Sturzrisiko steigert.

Diabetiker sollten ihre Zuckereinstellung gewissenhaft mit dem Arzt im Blick halten. Viele neigen dazu, wenn der Langzeitzuckerwert in Ordnung ist, den Nüchternzuckerwert gar nicht erst zu messen. Wenn der aber morgens schon bei 120 liegt, dann ist das zu hoch. Zucker schädigt die Nerven und übrigens auch die Augen und beides erhöht das Sturzrisiko. Besonders die oft als Begleiterscheinung auftretende Polyneuropathie in den Füßen birgt erhebliche Sturzrisiken.

Keine gute Idee ist es, erfuhren wir, jenseits des 70ten Lebensjahres noch auf eine hohe Leiter zu steigen, um etwa Vorhänge aufzuhängen. Das sollten besser die trittsichereren Kinder oder Enkel erledigen, so vorhanden. Und der Schmutz auf einem 2,20 m hohen Schrank, der liegt dort ebenfalls gut, bis die Nachkommen zu Besuch kommen und ihn freundlicherweise beseitigen. So oft hat man keine über 2,25 m große Gäste zu erwarten, die sich daran stören könnten.

Es war ein langer Vortrag, der uns aber sehr kurzweilig vorkam. Das lag natürlich an der Referentin, Frau Staib, die in begnadeter Weise es verstand, ihren Vortrag in ein unterhaltsames Entertainment zu kleiden.

Der langanhaltende Applaus am Ende ihres Vortrags war verdient und unser Vorsitzender, André Sewald bedankte sich bei Frau Staib mit einem kleinen Präsent. Und ich bin mir sicher, dass uns der Vortrag für unsere eigene Sicherheit wieder sensibilisiert hat und so mancher zu Hause nach möglichen Stolperfallen Ausschau halten wird.

 

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